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News

08.12.2009
Stefan Hiltl hat seinen Rücktritt als Trainer erklärt
Stefan HiltlStefan Hiltl hat unserem Fußball-Abteilungsleiter Peter Müller am Montag früh mitgeteilt, dass er mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als Trainer unserer ersten Fußball-Mannschaft zurücktritt. Unser Abteilungsleiter hat daraufhin mit unserem ehemaligen Coach danach auch noch ein persönliches Gespräch geführt und laut seiner Aussage ist die Trennung auf einer freundschaftlichen Basis über die Bühne gegangen. Beide Seiten waren der Meinung, dass die Entscheidung von Trainer Stefan Hiltl auf Grund der Entwicklung in den letzten Wochen die beste Lösung sei, und er hat sie auch unter dem Aspekt getroffen, dass beim 1. FC Burk so schnell wie möglich wieder Ruhe einkehrt. Wir danken Stefan Hiltl für seine Arbeit in den letzten zweieinhalb Jahren und wünschen ihm für seine weitere Laufbahn als Trainer viel Glück und Erfolg!
Jürgen MageBei der Suche nach einem neuen Coach für die kommende Saison werden wir uns jedoch Zeit lassen und keinen "Schnellschuss" tätigen. Deshalb wird vorerst einmal bis zum Ende der laufenden Spielzeit unser bisheriger Co- und Torwart-Trainer Jürgen Mage die Mannschaft übernehmen. Der 46-jährige Erlangener und ehemalige Landesliga-Keeper (früher BSC Erlangen) ist bereits seit 2002 als Trainer bei uns tätig und als Respektsperson und kompetenter Fußball-Fachmann bei den Spielern anerkannt. Nachdem Jürgen Mage als Co-Trainer gegenüber Stefan Hiltl immer absolut loyal war, genießt er unser vollstes Vertrauen und wir sind zuversichtlich, dass er diese sicherlich nicht leichte Aufgabe gut meistern wird.
Um den Anlass und die Hintergründe für diese Entscheidung etwas transparenter zu machen, folgen im Anschluss an diese Mitteilung noch zwei Stellungnahmen von unserem Fußball-Abteilungsleiter Peter Müller sowie von Stefan Hiltl selbst.
Abteilungsleiter Peter Müller zum Rücktritt von Trainer Stefan Hiltl:
Peter Müller"Ich bin jetzt seit fast 30 Jahren Funktionär beim 1. FC Burk und habe in dieser langen Zeit sehr viele schöne Momente in diesem Verein erlebt. Vor allem in den letzten Wochen habe ich jedoch auch hautnah die Schattenseiten einer solchen ehrenamtlichen Tätigkeit kennengelernt. Die Sache mit Trainer Stefan Hiltl geht mir vor allem deshalb sehr nah, weil ich ihn schon sehr lange kenne und wir in all den Jahren auch persönlich immer ein sehr gutes Verhältnis hatten.
Er wurde nach dem Bezirksliga-Abstieg im Sommer 2007 vom Verein verpflichtet, um wieder eine Mannschaft mit Zusammenhalt aufzubauen, um die hohe Spielerfluktuation der Jahre davor zu stoppen. Diese Vorgabe hat er ohne Zweifel voll erfüllt. Und ich denke, dass ich auch nahe genug am Geschehen bin, um eines zu behaupten: Stefan Hiltl hat sich immer 100%-ig mit unserem Verein identifiziert und sich auch außerhalb des Spielfelds überdurchschnittlich engagiert. Er hat durch verschiedene Aktionen immer wieder versucht, die Spieler zu motivieren, und an ihre Einstellung appelliert.
Es steht aber auch außer Frage, dass man mit dem sportlichen Abschneiden und der Spielweise unserer ersten Mannschaft in dieser Saison nicht zufrieden sein kann. Das habe ich mit ihm auch offen diskutiert und er hatte in dieser Hinsicht ebenfalls andere Erwartungen. Eine der Ursachen für die unbefriedigende sportliche Situation ist sicher, dass den Spielern in einigen Begegnungen der absolute Erfolgswille und teilweise auch die Einstellung fehlte. Dazu kommt auch noch, dass sich einige junge Akteure nicht nur maßlos überschätzen, sondern auch nicht kritikfähig sind. Mit diesen typischen Symptomen der heutigen Spielergeneration haben aber momentan viele andere Trainer auch zu kämpfen.
Dass Stefan Hiltl selbst auch Fehler gemacht hat, weiß er. Aber was in den letzten Wochen teilweise im Umfeld abgelaufen ist, war einfach nicht in Ordnung. Kritik kann und wird es an einem Trainer immer geben. Das ist bei Bayern München nicht anders als beim 1. FC Burk. Aber wir spielen nicht in der Bundesliga und es geht auch nicht um Millionen. Das sollten sich die Verantwortlichen unserer Vereine einmal vor Augen halten, die meinen, sie müssten selbst in den untersten Klassen die "große Fußballbühne" nachahmen, indem sie bei einer sportlichen Durststrecke immer gleich den Trainer in Frage stellen. Diese Entwicklung ist für mich erschreckend und das ist auch nicht mehr meine Welt.
Unter dem Aspekt, dass wir uns in einem offenen und guten Gespräch ohnehin schon darauf geeinigt hatten, das Vertragsverhältnis am Saisonende zu beenden und zwischen Trainer Stefan Hiltl und einigen Spielern auch die "Chemie" nicht mehr ganz stimmte, ist seine Entscheidung nachvollziehbar. Unser gutes Verhältnis wird dadurch auch nicht getrübt und ich wünsche ihm für seinen weiteren Weg als Trainer alles Gute."
Trainer Stefan Hiltl zu seinem Rücktritt als Trainer des 1. FC Burk:
Stefan Hiltl"Nach mehreren Gesprächen mit Fußball-Abteilungsleiter Peter Müller und meinem Trainerkollegen Jürgen Mage habe ich mich entschieden, mein Amt als Trainer beim 1. FC Burk mit sofortiger Wirkung niederzulegen. Der Schritt fiel mir nicht leicht, doch ich erhoffe mir für den Verein, die Mannschaft und auch die Spieler noch einmal frische Impulse für die Rückrunde und Ruhe im Umfeld.
Als ehemaliger Spieler habe ich damals mit Stolz das Traineramt beim 1. FC Burk angetreten. Die Vorgabe des Vereins war es, nach den Abstiegen aus der Bezirksoberliga und Bezirksliga wieder eine Mannschaft zu formen, die sich in der Kreisliga behaupten und um die Meisterschaft mitspielen kann. Auch eine engere Bindung zwischen erster und zweiter Mannschaft war ein Ziel, genauso wie das Minimieren der vielen Spielerabgänge in den Jahren davor.
Im ersten Jahr ist uns das mit den Neuzugängen und dem Trainerteam sehr gut gelungen. Im zweiten Jahr mischten wir drei Spieltage vor Schluss um den zweiten Tabellenplatz mit. Was in der ersten Saison unbefriedigend für mich war und sich leider in der zweiten Saison fortsetzte, war die Tatsache, dass immer wieder entscheidende Spiele verloren wurden. Als Trainer wird man am sportlichen Erfolg gemessen – wie er zu Stande kommt, ist im Endeffekt egal. So ist das Geschäft!
Die großen Leistungsschwankungen der Mannschaft unter meiner Führung ziehen sich wie ein roter Faden durch meine Amtszeit und aus meiner Sicht sind die Gründe dafür vielschichtig. Es sind unter anderem Probleme, die andere Mannschaft auch haben – wie z.B. Verletzungspech, fehlende Einstellung, Wille, Kritikfähigkeit und mangelnde Selbsteinschätzung einzelner Spieler. Diese Gründe waren bei uns auch meistens die Konfliktauslöser zwischen Spieler und Trainer und haben meine Entscheidung mit beeinflusst.
Auch wenn ich mir natürlich ein anderes Ende meiner Trainertätigkeit beim 1. FC Burk vorgestellt hatte, wünsche ich dem 1. FC Burk, den Verantwortlichen, der Mannschaft und den Spielern alles Gute und sportlichen Erfolg!"
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